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Welpe oder nicht ?
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Immer wieder hören wir Tierschützer die Frage: „ 

Wir suchen einen Welpen oder möglichst jungen Hund. Haben sie so etwas?“ 

Wenn man dann nachfragt, warum es denn ein Welpe sein soll, bekommt man zur Antwort, dass man DEN dann noch erziehen kann. 

Diese Annahme ist so nicht richtig! Hunde lernen bis in das hohe Alter und der Charakter ist bei einem 16 Wochen alten Hund schon geprägt. 

Mit diesem Alter sind nur noch Korrekturen möglich, die gerade bei Ersthundebesitzern oft danebengehen. Entweder man verhätschelt den, ach so kleinen Liebling, oder man verlangt mit aller Macht Dinge von dem jungen Hund, 
die er gar nicht versteht. 

Beides sind gravierende Fehler die jedoch meist erst mit Eintritt in die Geschlechtsreife ihre Auswirkungen zeigen und das Tier landet als "unerziehbar" und "unmöglich" im Tierheim. 

Der Gedanke selbst daran schuld zu sein kommt nicht auf. 

Der „Experten-Ratschlag an den unbedarften HundeNEULING, ist der Kauf eines Welpen. Aber gerade der Neuling hat keine Erfahrung und ganz schnell ist ein Welpe „versaut“. 

Sucht sich ein Hundeneuling einen zu ihm passenden erwachsenen Hund aus, kann er langsam und ohne grobe Erziehungsfehler zu begehen das Wesen Hund "erforschen". 

Der HundeNEULING sollte sich keinen Welpen zulegen, wenn er nicht bereit und in der Lage ist eine Hundeschule zu besuchen. 

Auch hier ist er wichtig die Qualität dieser Hundeschule zu beurteilen, was einem Neuling schwer fallen dürfte, da er meist den Worten der „erfahrenen“ Ausbilder vertraut. 

Auch viele der sogenannten „guten“ Hundebücher verwirrenden Neuling, da die Autoren immer nur vom „normalen“ Hund ausgehen. Das jeder Hund einen eigenen Charakter hat, der bereits im gleichem Wurf völlig unterschiedlich ist, wird meist vergessen. 

Da liest man von Floskeln wie „Hunde der Rasse XYZ haben ein sanftmütiges Wesen, es sind keine Kläffer und der Familie treu ergeben“ 

Schaut man sich dann einmal einige Prachtexemplare dieses sanftmütigen Wesen an, läuft einem das kalte Grausen über den Rücken. Und gerade das passiert dann einem NEULING. 

Welpen und Junghunde werden in Tierheimen sehr schnell vermittelt. Für ältere Tiere dagegen interessiert sich kaum jemand. 

Folgendes sollte man bedenken: 

  Die meisten erwachsenen Hunde sind stubenrein, bzw. werden es sehr schnell wieder

  Die meisten erwachsenen Hunde zernagen nichts mehr.

  Die meisten erwachsenen Hunde bleiben alleine (nach einer Eingewöhnungsphase).
 
 Die meisten erwachsenen Hunde sind konzentrierter bei der Ausbildung, lassen sich nicht mehr so leicht ablenken.

 Sie lernen zwar nicht mehr ganz so schnell, doch arbeiten sie eben bei Ablenkung zuverlässiger.

    Die meisten erwachsenen Hunde sind ruhiger, "nerven" weniger und brauchen weniger Auslauf (gilt ab einem Alter von ca. 2 - 3 Jahren, je nach Rasse)

    Der Hund ist geistig erwachsen. Das tatsächliche Wesen ändert sich nicht mehr wesentlich. Zeigt sich ein erwachsener Hund als hundeverträglich, wird sich daran kaum etwas ändern. Ebenso wird ein erwachsener Hund vom dem bekannt ist, dass er sich bei Joggern, Fahrradfahrern und Wild neutral verhält, sich in diesen Situationen auch weiterhin korrekt verhalten. Bei Welpen/Junghunden dagegen kann sich ein unerwünschtes Schutzverhalten bzw. Jagdtrieb herauskristallisieren. 

Ist ein Hund leinenführig und kennt die gängigen Kommandos, wird er diese bei normalen konsequenten Alltagstraining und genügend Beschäftigung und Auslauf auch nicht wieder verlernen.

    Viele glauben, bei einem Welpen und Junghund sei die Wahrscheinlichkeit größer, dass man den Hund lange hat. Das mag zwar im allgemeinen stimmen, aber auch hier kann man ganz andere Erfahrungen machen. So sterben viele Hunde (auch diejenigen von "guten" Züchtern, von Vermehrern will ich gar nicht reden) aufgrund von Krankheiten schon sehr jung. 

Im Gegensatz dazu sind Tierschutzhunde nicht automatisch krank. 

Was sollte ich VOR der Übernahme eines erwachsenen Tierschutzhundes beachten: 

    Sorgfältige Auswahl nach Charakter (nicht nach Aussehen).

    Man sollte sich genau überlegen, welche Eigenschaften ein Hund haben sollte, um in die Familie zu passen (muss er kinderlieb, Hund-, katzenverträglich sein, muss er alleine bleiben können, soll er viel oder wenig Auslauf brauchen).

    So viel Info's wie möglich über die Vorgeschichte und den Charakter des Hundes in Erfahung bringen.

    Wenn möglich, den Hund erst einige Male vor der Übernahme besuchen. Wenn möglich, für einige Stunden mit nach Hause nehmen. 

Was muss ich NACH der Übernahme eines erwachsenen Tierschutzhundes beachten: 

    Der Hund braucht Zeit zur Eingewöhnung und Ruhe, keine ständigen Besucher, die den Hund bedrängen und mit Streicheleinheiten überschütten.

    Erst nach ca. 3 Wochen ist die erste Phase überstanden.

    So richtig zusammengewachsen ist die Familie 
nach 3 Monaten.

    Erste Anfangsschwierigkeiten bleiben nicht aus. Statt den Hund gleich zurückzugeben, sollte man sich Lösungsstrategien überlegen. So kommt es häufig vor, dass ein neuer und ein bereits zur Familie gehörige Hunde nicht gleich dicke Freunde sind. Es ist durchaus denkbar, dass ein Hund aus Unsicherheit zunächst einzelne Familienmitglieder anknurrt oder nach diesen schnappt. Ebenso könnte der Neuling die massive körperlichen Liebkosungen der Kinder falsch verstehen, deshalb sollte man die Kinder entsprechend bremsen. Sind Katzen im Haus, sollte der Hund die erste Zeit nur angeleint Kontakt aufnehmen können, denn auch hier könnten von beiden Seiten erst einmal Missverständnisse entstehen. 

Auch bleiben viele Hunde nicht sofort alleine, sondern müssen erst sicher sein, dass sie nun ein neues Heim gefunden haben.


    Selbstverständlich sollte es sein, die ersten Wochen, weder Kinder, noch Hunde, Katzen und andere Haustiere mit dem Neulinge unbeaufsichtigt zu lassen. (Anmerkung: Kinder sollten generell auch später NIE mit Hunden - egal welcher Rasse und Vorgeschichte - alleine gelassen werden!!) 
Fazit: 


Mut zum erwachsenen Tierschutzhund. Selbst Familien mit Kindern gehen nicht automatische ein unkalkulierbares Risiko mit der Übernahme eines erwachsenen Hundes ein. 

Ein Hund, von dem man weiß, dass er vorher viele gute Erfahrungen mit Kindern gemacht hat oder der sich z. B. im Tierheim im ständigen Umgang mit Kindern als unproblematisch erwiesen hat, kann ein toller Familienhund werden.
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Immer wieder hören wir Tierschützer die Frage: „

Wir suchen einen Welpen oder möglichst jungen Hund. Haben sie so etwas?“

Wenn man dann nachfragt, warum es denn ein Welpe sein soll, bekommt man zur Antwort, dass man DEN dann noch erziehen kann.

Diese Annahme ist so nicht richtig! Hunde lernen bis in das hohe Alter und der Charakter ist bei einem 16 Wochen alten Hund schon geprägt.

Mit diesem Alter sind nur noch Korrekturen möglich, die gerade bei Ersthundebesitzern oft danebengehen. Entweder man verhätschelt den, ach so kleinen Liebling, oder man verlangt mit aller Macht Dinge von dem jungen Hund,
die er gar nicht versteht.

Beides sind gravierende Fehler die jedoch meist erst mit Eintritt in die Geschlechtsreife ihre Auswirkungen zeigen und das Tier landet als "unerziehbar" und "unmöglich" im Tierheim.

Der Gedanke selbst daran schuld zu sein kommt nicht auf.

Der „Experten-Ratschlag an den unbedarften HundeNEULING, ist der Kauf eines Welpen. Aber gerade der Neuling hat keine Erfahrung und ganz schnell ist ein Welpe „versaut“.

Sucht sich ein Hundeneuling einen zu ihm passenden erwachsenen Hund aus, kann er langsam und ohne grobe Erziehungsfehler zu begehen das Wesen Hund "erforschen".

Der HundeNEULING sollte sich keinen Welpen zulegen, wenn er nicht bereit und in der Lage ist eine Hundeschule zu besuchen.

Auch hier ist er wichtig die Qualität dieser Hundeschule zu beurteilen, was einem Neuling schwer fallen dürfte, da er meist den Worten der „erfahrenen“ Ausbilder vertraut.

Auch viele der sogenannten „guten“ Hundebücher verwirrenden Neuling, da die Autoren immer nur vom „normalen“ Hund ausgehen. Das jeder Hund einen eigenen Charakter hat, der bereits im gleichem Wurf völlig unterschiedlich ist, wird meist vergessen.

Da liest man von Floskeln wie „Hunde der Rasse XYZ haben ein sanftmütiges Wesen, es sind keine Kläffer und der Familie treu ergeben“

Schaut man sich dann einmal einige Prachtexemplare dieses sanftmütigen Wesen an, läuft einem das kalte Grausen über den Rücken. Und gerade das passiert dann einem NEULING.

Welpen und Junghunde werden in Tierheimen sehr schnell vermittelt. Für ältere Tiere dagegen interessiert sich kaum jemand.

Folgendes sollte man bedenken:

Die meisten erwachsenen Hunde sind stubenrein, bzw. werden es sehr schnell wieder

Die meisten erwachsenen Hunde zernagen nichts mehr.

Die meisten erwachsenen Hunde bleiben alleine (nach einer Eingewöhnungsphase).

Die meisten erwachsenen Hunde sind konzentrierter bei der Ausbildung, lassen sich nicht mehr so leicht ablenken.

Sie lernen zwar nicht mehr ganz so schnell, doch arbeiten sie eben bei Ablenkung zuverlässiger.

Die meisten erwachsenen Hunde sind ruhiger, "nerven" weniger und brauchen weniger Auslauf (gilt ab einem Alter von ca. 2 - 3 Jahren, je nach Rasse)

Der Hund ist geistig erwachsen. Das tatsächliche Wesen ändert sich nicht mehr wesentlich. Zeigt sich ein erwachsener Hund als hundeverträglich, wird sich daran kaum etwas ändern. Ebenso wird ein erwachsener Hund vom dem bekannt ist, dass er sich bei Joggern, Fahrradfahrern und Wild neutral verhält, sich in diesen Situationen auch weiterhin korrekt verhalten. Bei Welpen/Junghunden dagegen kann sich ein unerwünschtes Schutzverhalten bzw. Jagdtrieb herauskristallisieren.

Ist ein Hund leinenführig und kennt die gängigen Kommandos, wird er diese bei normalen konsequenten Alltagstraining und genügend Beschäftigung und Auslauf auch nicht wieder verlernen.

Viele glauben, bei einem Welpen und Junghund sei die Wahrscheinlichkeit größer, dass man den Hund lange hat. Das mag zwar im allgemeinen stimmen, aber auch hier kann man ganz andere Erfahrungen machen. So sterben viele Hunde (auch diejenigen von "guten" Züchtern, von Vermehrern will ich gar nicht reden) aufgrund von Krankheiten schon sehr jung.

Im Gegensatz dazu sind Tierschutzhunde nicht automatisch krank.

Was sollte ich VOR der Übernahme eines erwachsenen Tierschutzhundes beachten:

Sorgfältige Auswahl nach Charakter (nicht nach Aussehen).

Man sollte sich genau überlegen, welche Eigenschaften ein Hund haben sollte, um in die Familie zu passen (muss er kinderlieb, Hund-, katzenverträglich sein, muss er alleine bleiben können, soll er viel oder wenig Auslauf brauchen).

So viel Info's wie möglich über die Vorgeschichte und den Charakter des Hundes in Erfahung bringen.

Wenn möglich, den Hund erst einige Male vor der Übernahme besuchen. Wenn möglich, für einige Stunden mit nach Hause nehmen.

Was muss ich NACH der Übernahme eines erwachsenen Tierschutzhundes beachten:

Der Hund braucht Zeit zur Eingewöhnung und Ruhe, keine ständigen Besucher, die den Hund bedrängen und mit Streicheleinheiten überschütten.

Erst nach ca. 3 Wochen ist die erste Phase überstanden.

So richtig zusammengewachsen ist die Familie
nach 3 Monaten.

Erste Anfangsschwierigkeiten bleiben nicht aus. Statt den Hund gleich zurückzugeben, sollte man sich Lösungsstrategien überlegen. So kommt es häufig vor, dass ein neuer und ein bereits zur Familie gehörige Hunde nicht gleich dicke Freunde sind. Es ist durchaus denkbar, dass ein Hund aus Unsicherheit zunächst einzelne Familienmitglieder anknurrt oder nach diesen schnappt. Ebenso könnte der Neuling die massive körperlichen Liebkosungen der Kinder falsch verstehen, deshalb sollte man die Kinder entsprechend bremsen. Sind Katzen im Haus, sollte der Hund die erste Zeit nur angeleint Kontakt aufnehmen können, denn auch hier könnten von beiden Seiten erst einmal Missverständnisse entstehen.

Auch bleiben viele Hunde nicht sofort alleine, sondern müssen erst sicher sein, dass sie nun ein neues Heim gefunden haben.


Selbstverständlich sollte es sein, die ersten Wochen, weder Kinder, noch Hunde, Katzen und andere Haustiere mit dem Neulinge unbeaufsichtigt zu lassen. (Anmerkung: Kinder sollten generell auch später NIE mit Hunden - egal welcher Rasse und Vorgeschichte - alleine gelassen werden!!)
Fazit:


Mut zum erwachsenen Tierschutzhund. Selbst Familien mit Kindern gehen nicht automatische ein unkalkulierbares Risiko mit der Übernahme eines erwachsenen Hundes ein.

Ein Hund, von dem man weiß, dass er vorher viele gute Erfahrungen mit Kindern gemacht hat oder der sich z. B. im Tierheim im ständigen Umgang mit Kindern als unproblematisch erwiesen hat, kann ein toller Familienhund werden.



Eingetragen vonIlona
am24.11.2009 um 19:14
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